Notierungsfragen

Traditionell werden die Noten für Blechblasinstrumente in transponierter Weise notiert: Weil die alten ventillosen Instrumente nur in einer Tonart oder Stimmung spielen konnten (diese aber in der Regel durch Auswechselung eines Stimmbogens angepasst werden konnte), war und ist es auch heute noch üblich, die sogenannte Ober- oder Naturtonreihe von Trompeten und Hörnern immer in C zu notieren. Das führte dazu, dass z.B. die Noten in einer Stimme für (die am meisten verwendete) Trompete in B alle einen ganzen Ton tiefer klingen als sie notiert sind — also ist ein geschriebenes C in Wahrheit ein B, u.s.w. Seit den Zeiten von Posaunengeneral Johannes Kuhlo hat sich aber in den meisten Posaunenchören die klingende Schreibweise durchgesetzt: Töne werden so geschrieben wie sie wirklich erklingen, so dass man z.B. problemlos mit einer Orgel zusammen aus den gleichen Noten spielen kann. Andererseits kann ein Trompeter einer Blaskapelle dies nicht ohne weiteres tun — außer er benutzt eine Trompete in C.

Diese unterschiedlichen Weisen der Notation führen dazu, dass ein Trompeter oder Hornist aus einer Blaskapelle zunächst Probleme hat, in einem Posaunenchor wie dem unseren mitzumachen (für Posaunisten und meist auch für Tubaspieler ist das nicht der Fall, da deren Stimmen in der Blasmusik kurioserweise in C notiert werden). Diese Probleme kann man aber lösen, indem man einige Zeit (etwa ein paar Wochen) darauf verwendet, sich auf die bei uns gebräuchlichen Griffe umzustellen. Einige von uns haben diese Umstellung selber hinter sich und wissen, dass es machbar ist. Für Trompeter gibt es auch noch einen anderen Ausweg, der aber etwas kostet: Sie können sich nämlich eine Trompete in C kaufen. Hornisten haben diese Möglichkeit leider nicht!

Wer sich in dieser Sache weiter informieren möchte, kann sich einmal mit einem von uns unterhalten oder auch die Seiten des ejw lesen!